Die Umwelt ist uns wichtig!


Das Klima braucht uns alle!

Das Klima braucht unbedingt das Engagement von uns allen. Der diesjährige Sommer mit seiner Hitze zeigt es leider wieder eindrücklich.

 

Der Klimastreik ist eine Möglichkeit, um sich zu engagieren. Aber nicht alle können oder wollen da mitmachen. Verständlich. Es gibt ja auch viele andere Möglichkeiten, um sich für die Umwelt einzusetzen.

 

Ich, Ursula,  bin ein Mitglied des Frauenvereins. Ich lebe in Niederweningen und habe eine Familie mit zwei Töchtern. Unsere ältere engagiert sich schon seit einiger Zeit in der Klimabewegung. Ich habe sie mehrmals an einen Streik begleitet. Zuerst eher um zu sehen, was da eigentlich abgeht. Mit der Zeit aber hat mich die Arbeit der Jungendlichen immer mehr beeindruckt und auch betroffen gemacht. Die Klimaveränderung geht uns ja alle an. Toll, dass uns die Jugendlichen vorangehen und so viel Energie investieren, damit sich in der Klimafrage endlich mehr bewegt!

 

Das Bewusstsein für die Umwelt hat sich in unserer Familie seit den Klimastreiks klar verändert. Wir diskutieren viel öfter darüber, was wir in unserem Alltag anders machen sollten, damit wir achtsamer mit den Ressourcen umgehen. Die Diskussionen sind manchmal ganz schön hitzig. Grob gesagt, sind dies unsere Vorsätze:

 

Weniger Fleisch, weniger Plastik, weniger wegwerfen, weniger Auto.

 

Aber wie schafft man das? Wir sind immer wieder auf der Suche nach Ideen und Tipps, die uns weiterbringen. Unten findet ihr einiges, was wir schon ausprobiert haben und recht gut finden.

 


 

1. Vorsatz: Weniger Fleisch

 

Wir haben zwei Büchertipps für euch:

Tipp 1 "Das Veggie Familien Kochbuch" von Sara Ask & Lisa Bjärbo, ISBN 978-3-7843-5382-1

Tipp 2 "Green Topf, vegetarisch vegan vielfältig", Schulverlag plus, ISBN 978-3-292-00873-2 Beide Kochbücher haben spannende Hintergrundinformationen und sind sehr praxisnah. Keine exotischen Zutaten und leckere, einfache Rezepte.

 

Zum Nachschlagen des saisonalen Früchte- und Gemüseangebots diese zwei Tipps:

Tipp 3  WWF-Ratgeber-App fürs Handy oder im Internet unter wwf.ch .

Hier findet ihr praktische Tipps für den Alltag. Unter anderem gibt es auch einen Ratgeber zum saisonalen Einkaufen und dazu passende Kochrezepte.

Tipp 4  Schulkochbuch "Tiptopf" (ISBN 978-3-292-00481-9). Auf S. 12+13 wird in Tabellen gezeigt, was in welcher Jahreszeit geerntet wird.

 

Es geht aber noch einfacher: Wenn ich bei einem Bauern aus der Region einkaufe, sehe ich sofort, was Saison ist.


 

2. Vorsatz: Weniger Plastik

 

Grundsätzlich gilt für unsere Familie: Wenn Plastik, dann diesen möglichst oft wiederverwenden. So waschen wir Verpackungen aus und verwenden sie zur Aufbewahrung von allerlei nochmals. Und: Haushaltsplastik nicht wegwerfen. Man kann ihn jetzt sammeln.

Tipp 5 Die Mahr AG in Schöfflistorf ist Verkaufs- und Annahmestelle für Plastik-Sammelsäcke.  Eine 10er Rolle 35l-Säcke kostet CHF 15.-. Es gibt verschiedene Grössen. Weitere Informationen findet man unter sammelsack.ch

Tipp 6 Fast Food, nein danke! Bei Gelegenheit lieber etwas mehr kochen und Resten einfrieren. Auf diese Weise hat man schnell ein Essen zubereitet und es entsteht viel weniger Plastik-Abfall als bei einem Fertigmenü.

Tipp 7 Jute statt Plastik: Plastiksäcke durch Stoffsäcke ersetzen. Diese lassen sich aus Baumwollstoffen einfach selber nähen. Eine gute Anleitung gibts auf Youtube 

 

Tipp 8 Zeitungs- anstatt Plastiksack für den Papierkorb. Auch hier Youtube

 

Tipp 9 Statt unterwegs Petflaschen zu kaufen, eigene Trinkflasche füllen und mitnehmen.

 

Tipp 10 Wenn die alte Plastikzahnbürste ersetzt werden sollte, eine aus Holz kaufen. 

 

Tipp 11 Wachspapier ist eine Alternative zur Plastikfolie (z.B. aus der Drogerie Wehntal). Leider ist es recht teuer, lässt sich aber, wenn man es sorgfältig reinigt und aufbewahrt, problemlos viele Wochen wiederverwenden.

Tipp 12 Ist die Plastikflasche mit dem Shampoo leer, dann eine Haarseife kaufen (z.B. "Foamie festes Shampoo" von Müller Drogerie).

 

Tipp 13 Mit mitgebrachten Gefässen im Unverpackt-Laden einkaufen gehen, z.B.  bei "ohne" in Baden, im biofair Genossenschaft in Schöfflisdorf oder bei "Fürst unverpackt" in Bülach.

 

Tipp 14 Auch herkömmliche Läden mit unverpackter Ware kann man mit eigenen Stoffsäckli für Früchte und Gemüse, mitgebrachten Eierschachteln und Brotbeuteln besuchen.

Wir bewahren diese Verpackungen in einer Einkaufstasche auf. Dann sind sie beim nächsten Einkaufen sicher wieder dabei.

 

3. Vorsatz: Weniger wegwerfen

 

Das ist für die einen in unserer Familie noch etwas ungewohnt: Kleider und Gegenstände wenn möglich tauschen oder gebraucht statt neu kaufen. Andere haben aber bereits grossen Spass daran, Gebrauchtes zu nutzen. Bewährt haben sich für uns unter anderem:

 

*Kinderkleiderbörse Frauenverein Niederweningen

 

*Brocki Bülach

 

*Caritas Läden

 

Zum Thema flicken und erhalten hier noch ein kleiner Tipp von meiner Mutter:
Tipp 15 Löcher in Nylonstrümpfen lassen sich mit durchsichtigem Nagellack prima zukleben.

 

Und noch dies:

Tipp 16 Wir haben Stoffpads (z.B. Migros) gekauft und benutzen diese anstelle von Wattepads. Man kann sie bei 60° waschen und beliebig wiederverwenden.


 

4. Vorsatz: Weniger Auto

 

Das heisst für uns also: ÖV nutzen, Velo fahren, zu Fuss gehen oder wenn mit Auto, dann dieses möglichst füllen. Und noch zwei Tipps zu "weniger Auto":

 

Tipp 17 Fahrplan-App SBB herunterladen, so ist der ÖV einiges einfacher zu nutzen.

 

Tipp 18 GA-Tageskarten für Reisen und Ausflüge rechtzeitig bei der Gemeinde reservieren. 


Es würde mich natürlich freuen, die eine oder andere von euch an einem Klimastreik zu treffen. Aber es würde mich auf jeden Fall auch freuen, wenn ich euch mit meinen Anregungen und Tipps weiterhelfen konnte. Es grüsst euch herzlich, Ursula